Polohemden und vieles mehr vom angesehenen Modelabel Lacoste

Lacoste ist ein bekanntes Fashion-Label aus Frankreich, das man insbesondere mit sportlicher Bekleidung in Form von Polohemden und natürlich dem Lacoste-Krokodil in Verbindung bringt. Was hat man in mehr als einem Dreivierteljahrhundert schon alles geschafft und was haben sich die Designer für die Zukunft ausgedacht?

Hintergrundwissen zu Lacoste

Der Franzose René Lacoste war von Kindesbeinen an begeisterter und begnadeter Tennisspieler. Er gewann mehrfach internationale Tourniere wie Wimbledon, die US Open oder die French Open. Nachdem er in den 20er-Jahren eine Wette verlor, bei dem der Wetteinsatz eine Krokodilleder-Tasche war, wurde das Krokodil von der Presse sinnbildlich auf seinen Charakter übertragen, sodass er sich dieses auf seine Hemden sticken ließ und es sich so zu seinem Markenzeichen entwickelte. Er nutzte das Krokodil später als Logo für das von ihm 1933 ins Leben gerufene Bekleidungsunternehmen, als er gesundheitsbedingt die Tenniskarriere aufgeben musste. Das grüne Krokodil-Logo ziert nach wie vor die Lacoste-Mode. Nicht nur in dieser Hinsicht erwies sich Lacostes Gespür als richtig: Er gilt als Begründer des Polohemds, welches er ursprünglich für die eigene Nutzung beim Tennis konzipiert hatte. Der atmungsaktive, leichte Rippenstoff der kurzärmligen Hemden mit komfortablem Schnitt und Kragen stieß nicht nur bei Sportlern auf Begeisterung. Ab den 60er-Jahren hielt es in Deutschland Einzug und lag lange Jahre ununterbrochen im Trend. Der Sohn des Gründers übernahm den Familienbetrieb, der 2008 sein 75-jähriges Bestehen feierte. Mit Verkaufszahlen um die 60 Millionen ist man vom globalen Markt nicht mehr wegzudenken.

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Lacoste Polohemden

Lacoste: mehr als nur Polohemden

Bemerkenswert ist, dass die Mode von Lacoste zwar auf einen sportlichen Stil setzt, aber insbesondere in den Jahrzehnten nach der Unternehmensgründung neben den Sportlern auch berühmte Persönlichkeiten aus verschiedenen Lebenslagen begeisterte. Zu den Trägern von Lacoste-Mode gehörten u. a. Grace Kelly und Winston Churchill. Der Erfolg der Bekleidung liegt in der perfekten Kombination aus Markentreue und hoher Qualität. Statt sich stets den wechselnden Trends anzupassen, bleibt man sich selbst treu. Nach der Jahrtausendwende, welche u. a. die Übernahme durch die Maus Frères Holding aus der Schweiz mit sich brachte, wurde erstmals ein Chef-Designer eingestellt. Den Shirts schlossen sich Schuhe, Uhren und Brillen, Düfte sowie Schmuck an, weshalb der Gesamtumsatz kurz vor dem 75. Firmenjubiläum bei circa 1,6 Milliarden Euro lag. Die Lacoste S.A. verlässt sich dabei weitgehend auf Partnerlizenzen. Etwa zwei Drittel des Umsatzes sind auf die Bekleidung zurückzuführen, welche inzwischen nicht mehr nur sportlich, sondern urban schick ist. Herrenmode in der Form von Jacken und Hosen sowie Damenmode mit Röcken und Kleidern erweitern die Produktpalette im mittleren bis oberen Preissegment, die vom Leben an der französischen Riviera inspiriert ist.

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Lacoste Mode

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